Bernd Gögel MdL: Verkehrschaos mit Ansage für Pendler im Enzkreis

Pressemitteilung - Stuttgart, den 21.06.2018

„Die Praxis des Regierungspräsidiums Karlsruhe unter seiner grünen Leiterin Frau Kressl bleibt mir unverständlich“, meint der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg und Landtagsabgeordnete des Wahlkreises 44 (Enzkreis), Bernd Gögel. „Gleichzeitig an allen drei Verkehrsadern zwischen Pforzheim und Stuttgart Bauarbeiten mit Sperrungen durchführen zu lassen, zeugt von einer tiefen Unkenntnis der Bedürfnisse unserer Wirtschaft und der arbeitenden Menschen.“

Drei Verkehrswege gleichzeitig wegen Baustellen beeinträchtigt

„Schauen Sie“, zählt Gögel auf: „Nach meiner Kenntnis wird auf der A 8-Baustelle im Zuge des sechsspurigen Ausbaus derzeit zwischen Pforzheim-Süd und Rutesheim sogenannter Flüsterasphalt aufgebracht, die Pendler stehen täglich im Stau. Bis Ende des Jahres, wenn die neue Bahnbrücke über die A 8 bei Niefern eingebaut wird, müssen wir mit Sperrungen und Ausleitungen rechnen, die den Straßenverkehr notwendig auf die B 10 und mangels anderer Umleitungsstrecken eben auch durch das Pforzheimer Stadtgebiet führen. Eine tolle Vorstellung!“

Genervte Fahrgäste können ihrer Bahn nachwinken

„Außerdem“, so Gögel weiter, „wird gleichzeitig die Residenzbahn zwischen Karlsruhe und Stuttgart ein halbes Jahr lang bis Ende 2018 saniert – mit neuen Gleisen, einem Tunnel bei Pforzheim und einer neuen Eisenbahnbrücke bei Niefern. Abschnittsweise wird die Strecke voll gesperrt, und Schienenersatzverkehre per Bus verkehren dort, beispielsweise bis Ende Juli zwischen Pforzheim Hauptbahnhof und Bahnhof Mühlacker. Und just zu diesem Zeitpunkt lassen Frau Kressls Leute auch noch die B 10 in der Ortsdurchfahrt von Mühlacker von Mitte Juni bis Ende Oktober 2018 sanieren. Nicht nur, dass die Schienenersatzbusse jetzt am Kreisel der L 1132 von Ötisheim oder in der Ziegeleistraße im Stau stecken und die genervten Fahrgäste ihrer Bahn nachwinken können. Nein, auch diejenigen Berufspendler nach Stuttgart, die aus offensichtlichen Gründen die gesperrte Bahnstrecke meiden und bis Bahnhof Mühlacker mit dem Auto fahren, finden sich plötzlich in einem Stau auf der L 1132, der ihre tägliche Fahrt zum Bahnhof oder zum Arbeitsplatz völlig unkalkulierbar macht.“

Öffentlicher Nahverkehr braucht eine Verwaltung, die kooperiert

Gögels Fazit: Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat völlig an den Bedürfnissen der Menschen vorbeigeplant und ein Verkehrschaos mit Ansage für die Berufspendler im Enzkreis zumindest gleichgültig in Kauf genommen. „Es ist ja kein Geheimnis, daß die Bahn eigentlich das ideale Verkehrsmittel der Pendler sein sollte, zumal die Stadt Stuttgart dem Auto ausgesprochen feindlich gegenübersteht. Die Landesregierung redet ständig der Schiene das Wort. Was den Fahrgästen derzeit aber angeboten wird, ist eben kein Angebot – immer verschmutzte, oft unpünktliche Regionalbahnen, keiner grüßt einander mehr vor lauter Frust oder mangels Manieren. Und nun auch noch unkalkulierbare Anfahrten selbst dorthin“, kritisiert Gögel dieses weltfremde Vorgehen. „Eine Verwaltung darf sich – zumal die Planung für alle Verkehrsträger der Region ja unter einem Dach stattfindet – in keinem Fall eine derartige Blöße geben und sehenden Auges ein solches Chaos veranstalten. Das kann man nicht entschuldigen. Zumindest muss, damit der Ärger nicht noch größer wird, das Regierungspräsidium jetzt für schnellste Erledigung der Bauarbeiten sorgen und auf den Wunsch der Stadt Mühlacker nach zusätzlichen Umleitungsstrecken für die B 10 eingehen.“


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