Flüchtlinge als Lokführer? Stefan Herre: „Eine weitere absurde Idee eines grünen Ministers”

Pressemitteilung - Stuttgart, den 08.01.2019

Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) ist für fragwürdige Aussagen und Projekte bereits deutschlandweit bekannt. Nun macht er mit einem neuen absurden Vorschlag Schlagzeilen. Flüchtlinge sollen im Schnellverfahren zu Lokführern ausgebildet werden, „um den von CDU, SPD und Grünen verursachten Mangel an Lokführern im Land auszugleichen“, bringt es der AfD-Abgeordnete Stefan Herre auf den Punkt. Hermann macht für die fehlenden Fachkräfte im öffentlichen Verkehr die Vollbeschäftigung in Baden-Württemberg verantwortlich. „Erneut zeigt ein Grüner, dass er die Realität ignoriert und Ursache und Wirkung verwechselt”, so Herre, der bereits im letzten Jahr vor dem Mangel im Zugverkehr warnte und eine Rückkehr zum bewährten Ausbildungssystem forderte.

Verkürzte Ausbildung

Statt der üblichen drei Jahre und mit einer kleinen Ausbildungsvergütung sollen die Flüchtlinge in nur 15 Monaten auf ihre Aufgabe vorbereitet und mit großzügigen 2100 Euro monatlich belohnt werden. „Das ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die die Lehre unter den bisherigen, anspruchsvollen, finanziell aber eher kritischen Bedingungen gemacht haben“, empört sich Herre. Zudem werde der Beruf des Lokführers entwertet, wenn der Eindruck vermittelt wird, dass dafür als einzige Qualifikation der Status Flüchtling erforderlich ist. „Menschen zu transportieren, ist eine ausgesprochen verantwortungsvolle Aufgabe, die nicht in die Hände von Leuten gelegt werden darf, die nur eine Notlösung sind“, mahnt Herre.

Beruf attraktiv gestalten

Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) gab bekannt, dass sich im Jahr 2017 insgesamt 346 schwere Unfälle auf deutschen Gleisen ereigneten. Rund 160 Menschen verloren dabei ihr Leben. Das ist der höchste Stand, seit das EBA die Statistik erstellt. Als Grund sehen Fachleute unter anderem die schlechten Ausbildungsbedingungen der Lokführer. Der stellvertretende AfD-Fraktionsvorsitzende Herre hält es angesichts all dieser Tatsachen für weitaus sinnvoller und effektiver, junge Menschen, die in Deutschland aufgewachsen sind, an den Beruf des Lokführers heranzuführen: „Mit einer angemessenen Bezahlung und einer umfassenden Ausbildung kann man viel erreichen. Die Einsparungen der letzten Jahre haben überhaupt erst zu diesen Engpässen geführt. Das kann man sofort rückgängig machen, ohne zweifelhafte Ausbildungsmethoden zu erfinden, die – das zeigen frühere Versuche – ohnehin zum Scheitern verurteilt sind.“


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