Türkischer Konsulatsunterricht muss sofort abgeschafft werden

Pressemitteilung - Stuttgart, den 09.03.2017

Für die Kinder der ersten Gastarbeiter wurde der sogenannte Konsulatsunterricht eingerichtet. Dieser findet auf Türkisch statt, das Lehrmaterial stammt zum Großteil aus der Türkei. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisierte bereits in den 1970ern Jahren, dass auf diesem Wege rassistische Inhalte in deutsche Klassenzimmer gelangen. Die GEW in Baden-Württemberg fordert nun das Aus. „Dieser Unterricht widerspricht jeglicher Bereitschaft, sich völlig in Deutschland integrieren zu wollen“, warnt AfD-Fraktionsvize Emil Sänze. „Wir schließen uns der Forderung der GEW an, den Konsulatslehrern nicht länger eine Bühne für türkische und islamische Weltmachts-Fantasien zu bieten.“

Überprüfung reicht nicht aus

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) will den Konsulatsunterricht im Land nun überprüfen lassen. Damit reagiert sie auf Spitzelvorwürfe: Schüler wurden angeblich von Handlangern Erdogans dazu aufgefordert, Türkei kritische Lehrer zu denunzieren. „Frau Eisenmann muss den Konsulatsunterricht sofort verbieten. Es dürfte auch unserer Kultusministerin klar sein, dass dort mittlerweile nur noch Lehrer unterrichten, die Erdogans undemokratische Politik unterstützen“, so Sänze. In Baden-Württemberg gibt es rund 250 solcher Lehrer – die völlig frei von staatlicher, deutscher Kontrolle agieren.

Konsulatsunterricht zeigt erschreckende Wirkung

„Die dauerhafte Indoktrination junger Türken zeigt mittlerweile Wirkung“, erklärt Emil Sänze. „In der ganzen Debatte um die Wahlkampfauftritte türkischer Politiker hat sich gezeigt, dass selbst jene Türken-Deutsche Erdogan unterstützen, die in zweiter oder gar dritter Generation hier leben.“ Aufgrund der aktuellen Entwicklungen am Bosporus muss davon ausgegangen werden, dass sich auch der Konsulatsunterricht in Deutschland radikalisiert. Zehntausende Lehrer wurden von Erdogan entlassen, die Lehrpläne werden nun „islamisiert“. Sänze: „Es ist zu befürchten, dass Erdogan den Unterricht nach seinem autokratischen Weltbild umgestaltet. Er zeigt täglich, dass er sich von der modernen Republik ab- und der Idee einer osmanischen Dominanz zuwenden will. Die Folgen dieser Kehrtwende werden auch wir in Deutschland zu spüren bekommen, wenn wir der türkischen Parallelgesellschaft nicht endlich einen Riegel vorschieben.“


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