Klares Nein zum Vorschlag von Kanzleramtschef Altmaier, eine neue Leitkultur mit Einwanderern zu erarbeiten

Pressemitteilung - Stuttgart, den 25.08.2017

CDU-Kanzleramtschef Peter Altmaier forderte diese Woche, es müsse „eine Art Leitkultur“ gemeinsam mit Einwanderern erarbeitet werden. Man könne dem Vater einer jungen Migrantin klar machen, dass es keinen moralischen Untergang bedeutet, wenn sie sich die Nägel lackiert. Umgekehrt solle sie aber auch akzeptiert werden und arbeiten dürfen, wenn sie einen Schleier tragen will, gibt Altmaier als Beispiel vor.

Es gibt bereits eine deutsche und europäische Leitkultur

„Wir brauchen keine neue Leitkultur“, stellt Sänze fest. „Es gibt bereits eine deutsche und europäische Leitkultur.“ Dort sei es üblich, dass sich Frauen die Nägel lackieren oder eben auch nicht. „In unser deutschen Leitkultur tragen Frauen Hüte, Baseballkappen, offenes Haar, einen Schleier zur Hochzeit oder zu Karneval, und ein Kopftuch, wenn die Haare geschützt werden sollen, nicht aber aus religiösen Gründen und schon gar nicht, um nicht als Sexualobjekt oder gar Schlampe zu gelten“, führt Sänze aus.

Eine Islamische Leitkultur hat in Deutschland nichts zu suchen

„Jeder, der hierherkommt und eine andere, zum Beispiel eine islamische Leitkultur möchte, hat die freie Auswahl in einem der 58 islamisch geführten Ländern weltweit um Asyl zu ersuchen oder dorthin überzusiedeln“, empfiehlt der AfD-Politiker. Die deutsche Leitkultur sei im Übrigen so tolerant, dass wahrscheinlich sogar Herr Altmaier mit rotlackierten Nägeln und einem Schleier seinen Job in der Regierung ausüben könnte, mutmaßt Sänze. “Die Aussagen des Kanzleramtschefs zeigen deutlich, dass die CDu jegliche Verbindung zu Traditon und Kultur verloren hat. „Es ist wichtig, sich den zunehmenden Versuchen entgegenzustellen, unsere Kultur mit aller Macht verändern zu wollen. Sänze weiter: “Und es ist inakzeptabel, dass Minderheiten von der Regierung aufgerufen werden, unsere gewachsene Kultur und Mentalität maßgeblich zu beeinflussen.“

Migration ist kein „Normalfall entwickelter Gesellschaften“

Peter Altmaier verteidigte zudem, wie Kanzlerin Merkel auch, die Grenzöffnung für Flüchtlinge. Es sei eine „richtige Entscheidung“ gewesen, 2015 die deutschen Grenzen für syrische Einwanderer zu öffnen, sagte Altmaier laut Tagesspiegel diese Woche in Berlin. In entwickelten Gesellschaften sei „Migration ein Normalfall“. Inzwischen akzeptierte das auch die Mehrheit der Deutschen. „Was der Kanzleramtschef äußert, ist vollkommener Quatsch“, sagt Emil Sänze. Japan beispielsweise sei eine hochentwickelte Gesellschaft. Das Land habe sich bewusst dagegen entschieden, Moslems aufzunehmen.

 


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