Klaus-Günther Voigtmann: Baden-Württemberg steigt aus – aber wohin?

Pressemitteilung - Stuttgart, den 26.04.2018

Baden-Württemberg steigt also aus – so das Thema einer „aktuellen Stunde“ im Landtag. Gemeint ist die Nutzung der Kernkraft, wobei natürlich jeder Interessierte fragt: Ja, wohin steigen sie denn? „Dass Baden-Württemberg aussteigt, ist nicht eigenem Handeln geschuldet, sondern resultiert aus einem einsamen Entschluss unserer ‚eisernen Kanzlerin‘ infolge Fukushima – und die beflissenen Claqueure ihrer Energiewende arbeiten diese seit nunmehr sieben Jahren eifrig, aber wenig erfolgreich ab. Drei der vormals fünf AKW befinden sich in verschiedenen Phasen des Rückbaus, die letzten werden Ende 2019 beziehungsweise 2023 folgen.“ Darauf verweist Klaus-Günther Voigtmann MdL, umweltplitischer Sprecher der AfDLandtagsfraktion.

„Und was passiert dann?“, fragt Voigtmann. „Nachdem gleichzeitig auch an einem Ausstieg aus den Kohlekraftwerken herumdilletiert wird, wird Baden-Württemberg in den Folgejahren seinen Bedarf an elektrischer Energie nur noch aus den Erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind, Wasserkraft oder Ökostrom decken können – aus heutiger Sicht also gerade einmal zu 30 bis 50 Prozent. Die als Hilfe angedachten Windstrommengen aus dem Norden werden wegen Verzögerungen im Leitungsbau nicht vor 2025 oder deutlich später kommen."

Tatsache sei also, so der AfD-Landtagsabgeordnete, dass es über kurz oder lang eng werden wird im Stromnetz von Baden-Württemberg. „Speziell die kleinen Verbraucher, welche man über ‚intelligente Zähler‘ wahlweise vom Strombezug ausschließen wird, sind hier die Leidtragenden“, so Voigtmann. „Wie die deutsche Industrie – sofern sie demnächst überhaupt noch in nennenswertem Umfang hier tätig sein wird – mit diesem Zustand klarkommt, bleibt abzuwarten. Die Energiewendejubler werden natürlich die Folgen ihres Tuns nicht tragen wollen; die Energieerzeuger indessen befinden sich seit Jahren im freien Fall, der Aufschlag auf den Boden der Realität wird plötzlich, dann aber auch besonders hart und verlustreich für alle ausfallen. Dieses Land hätte – bei Gott – Besseres verdient!“


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