Zur Debatte um die Klimaallianz:Respekt vor dem Planeten statt gelenkter Debatten und täuschenden Ökowirtschaftswundern

Pressemitteilung - Stuttgart, den 28.01.2020

Pressemitteilung - Stuttgart, den 30.11.2016

In der heutigen Debatte um Baden-Württembergs Engagement für die internationale Klimaschutzallianz widersprach Dr. Heinrich Kuhn in seiner Rede den Ansichten, die Einflüsse auf das Klima seien nur auf den Menschen zurückzuführen. Klimawandel gibt es seit Bestehen dieses Planeten, auch in geschichtlicher Zeit“, gab Kuhn zu bedenken. Er zitierte aus dem Sachstandsbericht des IPCC: „In der Klimaforschung und Klima-Modellierung sollten wir zur Kenntnis nehmen, dass wir es mit einem gekoppelten nichtlinearen System zu tun haben und deshalb eine Langzeit-Vorhersage zukünftiger Klimazustände nicht möglich ist.“

Fehlende Offenheit im wissenschaftlichen Diskurs

Es sei nicht berechtigt, diejenigen Wissenschaftler, die die These vom menschengemachten Klimawandel kritisieren, als Leugner des Klimawandels zu verunglimpfen. Dr. Heinrich Kuhn forderte stattdessen eine offene Diskussion, die nach dem Dokument der Klimaallianz allem Anschein nach eher vermieden werden soll. Hier heißt es: „Die Parteien verpflichten sich dazu, in Bezug auf Kommunikation, Transparenz, Öffentlichkeitsarbeit rund um den Klimawandel entsprechend abzustimmen“. „Der offene wissenschaftliche Diskurs lebt von Kontroversen, von Hypothesen, die geprüft, modifiziert, falsifiziert oder auch verworfen werden. All diese Grundsätze von Wissenschaftlichkeit bleiben in der Klimadebatte unberücksichtigt“, gibt Kuhn zu bedenken.

Ökologisches Scheinwirtschaftswunder benachteiligt sozial Schwache und kleine Betriebe

In der Absichtserklärung unter Punkt III.E heißt es, dass „die Parteien des MOU vereinbaren an innovativen Modellen zur Finanzierung und Förderung der Klimaanpassung zu arbeiten; dazu gehören insbesondere öffentlich-private Partnerschaften.“ Was als ökologisches Wirtschaftswunder verkauft wird, bewirke hingegen eine staatlich gelenkte Umverteilung, bei der sozial Schwache, ebenso wie die kleinen und mittleren Betriebe die Zeche bezahlen müssen.

Seltene Erden für Windkraftanlagen sind ein ökologisches Desaster

Die Zielsetzung des Memorandums of Understanding fordert internationale Anstrengungen, um die Menschheit und den Planeten zu schützen. „Wenn dies das gemeinsame Anliegen ist, dann dürfen keine tropischen Wälder gerodet werden, um Biodiesel zu gewinnen“, erklärte Kuhn, „dann muss die Produktion von eiweißreichem Futter für die Tiermast aufhören. Die Verschmutzung der Ozeane mit Altöl, Plastik und Chemikalien die sich verheerend auf Grünalgen auswirkt, muss aufhören, da diese zusammen mit den Temperaturwechseln, der Strömung und der Aufnahmekapazität über 95 Prozent  des CO2-Kreislaufs regulieren. Dazu gehört auch die Suche nach seltenen Erden, die zunehmend für die neue Generation von Windkraftanlagen benötigt werden und  strahlenbelastete Regionen hinterlassen.“

 

„Nicht zuletzt belasten Klimakonferenzen die Umwelt, weil durch weltweite Anreisen der Teilnehmer große Mengen an CO2 freigesetzt werden“, kritisiert Kuhn.

 


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