Offener Brief zur Kolumne von „Sebastian“ im Reutlinger Wochenblatt vom 01.Dezember 2016

Pressemitteilung - Stuttgart, den 15.11.2019

Pressemitteiung - Stuttgart, den 8. Dezember 2016

 

Lieber „Sebastian“,

mit Verwunderung habe ich Ihren Kommentar in der Ausgabe des Reutlinger Wochenblattes vom 01. Dezember gelesen.

http://www.reutlinger-wochenblatt.de/sebastian

Darin stellen Sie die AfD in eine Reihe mit echten Brandstiftern und Feuerteufeln. Von einem Rechtsdrift in Europa ist da die Rede, und in Deutschland seien die Biedermänner und Brandstifter „wohl auch ein Faktor“ dafür, „dass in zahlreichen Bundesländern Flüchtlingsheime brannten“.

Es stellt sich die Frage, woher Sie die Grundlagen für diese Unterstellung beziehen, angesichts der Tatsache, dass von den in 2015 und 2016 erfassten Bränden an Flüchtlingsheimen nicht selten die dort untergebrachten Einwohner selbst, sei es durch Fahrlässigkeit, sei es vorsätzlich, aus Frust über die sicher nicht einfache Lebenssituation in der Warteschleife als Verursacher der Brände ermittelt wurden. Ich darf Sie beispielsweise an den Großbrand auf dem Düsseldorfer Messegelände erinnern, dem vier „hausgemachte“  kleinere Brände und eine versuchte Brandstiftung vorausgingen, oder an den Brand im Flüchtlingsheim in Bingen, wo der als Asylbewerber dort wohnende Täter der Vollständigkeit halber dann auch noch ein Hakenkreuz an die Wand schmierte, um den Verdacht von sich auf andere zu lenken. Falls Sie weitere Beispiele benötigen, melden Sie sich einfach bei mir, es gibt genug.

Moralische Selbsterhöhung durch AfD-Bashing

Ich kann nur vermuten, woher das von Ihnen betriebene AfD-Bashing seine Motivation bezieht. Vielleicht fühlt sich die moralische Selbsterhöhung einfach zu gut an, als dass man auf diese tägliche Dosis an Pseudowertigkeit verzichten möchte? Möglicherweise halten Sie sich aber, wie so viele andere links-grüne Meinungsdiktatoren, einfach schon viel zu lange im realitätsfernen Bereich des Postfaktischen auf? Dazu noch einen passenden Feindbildfilter auf die rosarote Brille, schon klappt’s auch mit der vernunftfreien Wahrnehmungsstörung angesichts der Entwicklungen und Vorgänge in unserem Land.

Alltagsrassismus gegen die AfD

Um die Sache ganzheitlich zu betrachten: Wir verurteilen jede Straftat, egal um welche es sich handelt, und egal aus welcher Ecke der Täter kommt. Und damit kommen wir auch zu einem weiteren Punkt:  Alltagsrassismus. Ja, den gibt es. Er zeigt sich beispielsweise daran, dass sich immer weniger Menschen trauen, auch nur den leisesten Zweifel an dem aufdiktierten „Weiter so!“ und „Wir schaffen das!“ zu äußern, aus Angst, dass sie mit ihren berechtigten Bedenken in die rechte Ecke gestellt werden. Wenn die geäußerte elterliche Sorge um die eigenen Kinder bereits als „Alltagsrassismus“ diffamiert wird, dann steht es bereits verdammt schlecht um unser Land. Und angesichts der jüngsten Vorkommnisse in Köln, Bochum und Freiburg erscheint das den Betroffenen sicherlich nicht als Beruhigung, sondern vielmehr als Hohn.

Andere Meinungen werden abgewertet

Eine Gesellschaft, die bereits so weit nach links gerückt ist, dass Sorgen und Bedenken angesichts der negativen Veränderungen unseres Landes nicht mehr öffentlich geäußert werden dürfen, hat dringend ein Korrektiv in Form eines politischen Gegengewichts nötig, um wieder in Balance zu kommen. Alltagsrassismus beginnt auch bereits bei Unterstellungen, wie der von Ihnen geäußerten, wenn eine demokratisch legitimierte Partei, welche sich von Anfang an für ein geordnetes, kontrolliertes Zuwanderungssystem eingesetzt hat, als Brandstifter bezeichnet und in die Nähe von Straftaten gerückt wird. Alltagsrassismus ist gang und gäbe, da haben Sie Recht. Vor allem wenn es – befeuert von Medien und Politikern der Altparteien – darum geht, die Bürgerinnen und Bürgern dieses Landes an ihrem Grundrecht der freien Meinungsäußerung zu behindern und einzuschränken, immer dann, wenn ihre Meinung eben nicht systemkonform erscheint.

Problematisch: Die Flüchtlinge sind in einem archaischen Wertesystem sozialisiert worden

Die Flüchtlinge, die zu uns gekommen sind, die sind sicherlich nicht per se als schlecht oder kriminell zu bezeichnen. Doch es war und ist naiv um nicht zu sagen als fahrlässig zu bezeichnen, dass bei einer derart unkontrollierten Einwanderung, unter Umgehung geltenden Rechts, „nur“ die friedlichen und guten Menschen zu uns kommen. Es ist ebenso naiv und fahrlässig zu glauben, dass insbesondere junge Männer, welche in einem archaischen, mittelalterlichen Wertesystem sozialisiert wurden, sich nach Überschreiten unserer Landesgrenzen wie von Zauberhand in aufgeklärte, gesellschaftskompatible Demokraten wandeln werden. Schon gar nicht, wenn jeder Verstoß gegen dieses, unseres, in jahrhundertelangen harten Kämpfen entwickelte Wertesystem mit Strafen geahndet wird, die in den Herkunftsländern für ungläubiges Kopfschütteln und spöttisches Lachen sorgen würden.

Wirtschaftsmigranten blockieren Plätze für wirklich Schutzbedürftige

Zur Klarstellung: Wir von der AfD reden nicht von dem Anteil der tatsächlich politisch Verfolgten und Schutzbedürftigen, die auf legalem Wege zu uns ins Land gekommen sind. Es muss Ihnen, Sebastian, nur eines klar sein: Jeder der sich unberechtigt hier aufhält, blockiert einen Platz für eben diejenigen, welche tatsächlich asylberechtigt sind, unseres Schutzes bedürfen und sich hier integrieren wollen. Mit einem strukturieren und kontrollierten Einwanderungssystem, wie von der AfD von Anfang an gefordert, wäre dem Asylmissbrauch von Anfang an ein Riegel vorgeschoben worden und es hätte darüber hinaus auch niemand im Mittelmeer ertrinken müssen.

Wenn allerdings Sie, Sebastian, pauschalierend und unreflektiert gegen all jene angehen, die nicht Ihrer Meinung sind, dann sind Sie in der Tat eine der treibenden Kräfte, die zur Spaltung unserer Gesellschaft beitragen.

Denken Sie doch einmal darüber nach.

In diesem Sinne alles Gute,

Hans Peter Stauch

Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg

AfD-Fraktion


Zurück zur Übersicht

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

Pressemitteilung - Stuttgart 14.11.2019

Nichtwahl von Dr. Christina Baum ins PKG ist eine politische Farce – Stasi-Opfer wird von Kartellparteien erneut ausgegrenzt

Einmal mehr haben die im Landtag vertretenen Kartellparteien bei der mehrheitlichen Ablehnung der AfD-Landtagsabgeordneten Dr. Christina Baum als Mitglied des Parlamentarischen Kontrollgremiums (PKG) bewiesen, wes Geistes Kind sie sind. Ungeachtet des Anrechts der Alternative für Deutschland, im Parlamentarischen Kontrollgremium angemessen ...

  Weiterlesen
Pressemitteilung - Stuttgart 14.11.2019

Dr. Rainer Podeswa: Landesregierung will offensichtlich „Lindenmuseum“ schließen

Im Rahmen eines Artikelgesetztes zur Beamtenversorgung hat der Landtag über die Erhöhung der Besoldung der Museumsleiterin des Lindenmuseums abgestimmt. Der finanzpolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion, Dr. Rainer Podeswa, nahm dazu wie folgt Stellung: „Im Jahre 2014 besuchten das Linden-Museum 115 000 Besucher, 2016 nur noch 67 000 ...

  Weiterlesen
Pressemitteilung - Stuttgart 13.11.2019

Bernd Gögel: Scharfe Kritik am Doppelhaushaltsentwurf – Totalversagen der Landesregierung auf allen Ebenen

Mit klaren Worten wies der Vorsitzende der Fraktion der AfD im Landtag von Baden-Württemberg, Bernd Gögel MdL, die grün-schwarze Landesregierung in der heutigen Debatte zum Staatshaushaltsplan 2020/2021 auf ihr vollumfängliches Versagen in allen Bereichen der Landespolitik hin. Dies gelte nicht nur für die vergangenen zwei Jahre, in denen die ...

  Weiterlesen
Pressemitteilung - Stuttgart 13.11.2019

Dr. Rainer Podeswa: „Andere Fraktionen haben ein Problem damit, den Spiegel vorgehalten zu bekommen!“

„Die Gretchenfrage bei der Schuldenbremse ist die nach selbstverursachten, vorsätzlichen Notsituationen. Dies bedeutet für die AfD-Fraktion, dass vorsätzliche Rechtsbrüche wie die Asylkrise 2015 niemals ein Grund zum Schuldenmachen sein können. Wir lehnen eine Schuldenbremse ab, die dies sogar mit einfacher Mehrheit zulässt. Schulden ...

  Weiterlesen
Pressemitteilung - Stuttgart 13.11.2019

Dr. Christina Baum: Kein klares Demokratiebekenntnis – dennoch weiter Steuergeld für Verfassungsfeinde

In der öffentlichen Anhörung des Landesjugendrings Baden-Württemberg e.V. in der gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Soziales und Integration sowie Kultus, Jugend und Sport am Mittwoch, 13. November 2019, im Landtag wurde der Vorsitzende des Landesjugendrings, Reiner Baur, von der AfD-Landtagsabgeordneten Dr. Christina Baum mehrfach auf ...

  Weiterlesen
Pressemitteilung - Stuttgart 12.11.2019

Hans Peter Stauch: Jetzt lassen Kretschmann & Co. die Maske fallen – Euro-5-Fahrverbote ab 2020

„Ungeachtet aller Versprechungen, dass es mit der grün-schwarzen Regierungskoalition keine Fahrverbote für Euro-5-Diesel in Stuttgart geben wird, lassen Kretschmann & Co. jetzt kurz vor Toresschluss die Katze aus dem Sack. Demnach steht nicht nur die Sperrung der vielbefahrenen Magistralen durch Stuttgart auf der Agenda für Fahrverbote, ...

  Weiterlesen
Pressemitteilung - Stuttgart 11.11.2019

Emil Sänze: Papiertiger Bundesrat – machtlos in EU-Fragen

Erschreckende Erkenntnisse nahm der AfD-Landtagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende seiner Fraktion vom Besuch des Arbeitskreises EU der AfD beim Bundesrat in Berlin am vergangenen Freitag mit nach Hause. „Ganz offensichtlich ist die zweite Kammer unseres Staates in EU-Fragen weitgehend machtlos“, so Sänze. Die Praxis der ...

  Weiterlesen
Pressemitteilung - Stuttgart 11.11.2019

Linksextremistischer Mob attackiert AfD-Bürgerdialog in Herrenberg-Gültstein und verletzt zwei Polizeibeamte

Während derzeit die bisher im Bundestag und in den Landtagen vertretenen Parteien und die Medien landauf, landab die AfD völlig grundlos für rechtsextremistische Straftaten verantwortlich machen, übernehmen Linksextreme inzwischen wie selbstverständlich die Straße. So kam es am vergangenen Donnerstag bei einem Bürgerdialog der AfD in ...

  Weiterlesen
Pressemitteilung - Stuttgart 11.11.2019

Klaus Dürr: Deutliche Kritik beim Breitbandgipfel Region Nordschwarzwald

Nach seinem Besuch des „Breitbandgipfels Region Nordschwarzwald“ in Calw-Hirsau ist Klaus Dürr, Mitglied des Innenausschusses und digitalpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Baden-Württemberg, weiterhin pessimistisch, dass die selbstgestellten Vorgaben mit dieser Landesregierung nur annährend zu erreichen sein werden. „Der ...

  Weiterlesen
Pressemitteilung - Stuttgart 07.11.2019

Dr. Rainer Podeswa: Blanker Hohn für Steuerzahler – Millionen für Charterflüge hochkrimineller Familiennachzügler

Durch eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Dr. Rainer Podeswa (AfD) wurde bekannt, dass das Land alleine in den letzten fünf Jahren fast sieben Millionen Euro für private Charterflüge zu Abschiebezwecken ausgegeben hat. Der Bayerische Rundfunk (BR) hatte am 1. Oktober 2019 über die Abschiebung von zwei Kenianern vom Flughafen ...

  Weiterlesen
Pressemitteilung - Stuttgart 06.11.2019

Dr. Rainer Podeswa: Landesregierung setzt mit Doppelhaushalt 2020/2021 Stellenausbauorgie fort

Zur heutigen Haushaltsrede der baden-württembergischen Finanzministerin Edith Sitzmann (Bündnis 90/Die Grünen) sagte der finanzpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Dr. Rainer Podeswa: „Im letzten Haushalt waren es noch die Stellen zur Erforschung der Wald-Mensch-Beziehungen. Jetzt sind es gleich zusätzliche 150 Beamte in den ...

  Weiterlesen
Pressemitteilung - Stuttgart 06.11.2019

Baden-württembergisches Parlament misst mit zweierlei Maß: Ordnungsruf gegen Daniel Rottmann wird nicht revidiert

Mit Schreiben vom gestrigen 5. November 2019 an Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Bünd­nis 90/Die Grünen) erhob der AfD-Landtagsabgeordnete Daniel Rottmann Einspruch nach §93 der Geschäftsordnung gegen den am 17. Oktober 2019 gegen ihn verhängten Ordnungsruf mit der Forderung nach Rücknahme der gegen ihn verhängten Verwarnung. In der ...

  Weiterlesen

Lust auf mehr? Downloads