Daniel Rottmann MdL: Kirchentag betreibt politische Willkür

Pressemitteilung - Stuttgart, den 04.06.2020

Stuttgart. Der kirchenpolitische Fraktionssprecher Daniel Rottmann MdL hat die Ankündigung des Ökumenischen Kirchentags, AfD-Mitglieder nicht als „aktiv Mitwirkende“ vom 12. bis 16. Mai 2021 in Frankfurt am Main einzuladen, als Akt politischer Willkür kritisiert. „Damit macht sich der Kirchentag erneut zum Handlanger des politisch korrekten Zeitgeistes, ja linker Politik“, stellt Rottmann fest. „Allein die pauschale Unterstellung, dass AfD-Mitglieder ‚für rassistische oder antisemitische Überzeugungen eintreten und/oder für Positionen werben, die von einer gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit oder von einer ideologischen Distanz zur freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung geprägt sind‘, ist an nicht Infamie nicht zu überbieten. Absurd aber ist es, dass der Kirchentag damit die ohnehin schon vorhandene Spaltung in der Gesellschaft vertieft, obwohl es Aufgabe der Christen wäre, aufeinander zu zugehen.“

„Wer weiß, wer er selber ist und auf welchen Fundamenten er steht, der kann mit jedem Dialog führen“, weiß Rottmann. „Genau dieser Kompass aber ist mindestens der evangelischen Kirche abhandengekommen. So erklärte die EKD zu Pfingsten nicht etwa, was diese Feiertage bedeuten - nein, sie veröffentlicht mit großem Tamtam eine ‚Handreichung für geschlechtergerechte Sprache‘, obwohl laut WamS 56 Prozent der Bevölkerung nichts vom ‚Gendern‘ von Begriffen durch ein großes Binnen-I, ein Gendersternchen oder einen Unterstrich halten. 2019 hatte der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm einerseits in Italien ein Seenotrettungsschiff besucht und die Flüchtlingspolitik kritisiert. Andererseits wurde Grünen-Parteichef Robert Habeck, der nicht an Gott glaubt, bei einem Kurzinterview zum Kirchentag mit Applaus zugeschüttet, ohne inhaltlich viel gesagt zu haben – von Angeboten wie ‚Schöner Kommen‘ für Frauen, dem ‚Vulven-Malen‘ oder Kalligrafie-Kursen ganz zu schweigen. Der Verdacht liegt nahe, dass die Kirche keine Seelsorge mehr betreiben oder die Frohe Botschaft verkünden, sondern selbst einseitig Politik machen und ansonsten in Unverbindlichkeit verharren will. Das ist angesichts dramatisch schrumpfender Mitgliederzahlen das falsche Signal. Ich erwarte, dass die Anti-AfD-Entscheidung revidiert wird.“


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