MdL Hans Peter Stauch: Runder Tisch zur Windkraft ohne echte Ergebnisse.

Pressemitteilung - Stuttgart, den 16.10.2020

„Man sollte doch meinen, dass nach dem vorhersehbaren Ende der gesetzlichen Vergütung für allein 2.000 Megawatt Windleistung in Nordrhein-Westfalen zwischen 2021 und 2025 und den damit in Gefahr geratenen Klimazielen mit dem Anteil von 65 Prozent am Verbrauch aus erneuerbaren Energien bis 2030 den politisch Verantwortlichen ein Plan vorliegt, wie es weiter geht mit der bis dato gescheiterten Energiewende,“ stellt das Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des baden-württembergischen Landtags Hans Peter Stauch MdL fest.

„Stattdessen sitzt der CDU-Wirtschaftsminister in Berlin nach Gesprächen mit Vertretern von Bund, Ländern und Energiewirtschaft und predigt das Erreichen der notwendigen Ausbauziele. Immerhin löblich, dass er – wohlgemerkt: wenn möglich! – marktwirtschaftlichen Lösungen statt neuer Subventionen den Vorrang beim Ausbau geben will. Doch ohne eine "Post-EEG-Förderung" für Altanlagen, die keine festen Einspeisevergütungen mehr bekommen und gleichzeitig mit dem geringen Großhandels-Strompreis konfrontiert sind, wird es wohl nicht gehen. Denn falls also nicht bald eine „Übergangsfinanzierung“ und ein schlüssiges „Repowering-Konzept“ mit entsprechendem, ökologisch vertretbaren Altanlagenentsorgungsmodell vorliegen, werden große Kapazitäten bei der regenerativen Stromerzeugung wegfallen,“ so Hans Peter Stauch.

Er hält die Klimaziele der EU für nicht erreichbar und bezweifelt die Versorgungssicherheit und ökologische Sinnhaftigkeit der Erneuerbaren Energien: „Die effizienteste Maßnahme zur Klimarettung bietet nach einer Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich die Natur. Mithilfe von sinnvollen Aufforstungsmaßnahmen könnten dabei entstehende neue Wälder 205 Milliarden Tonnen Kohlenstoff speichern, das wären dann etwa zwei Drittel der 300 Milliarden Tonnen Kohlenstoff, die seit der industriellen Revolution durch den Menschen in die Atmosphäre gelangten. Schnelles Handeln tut Not, denn die zur Aufforstung geeignete Fläche wird jedes Jahr kleiner. Nicht zuletzt auch durch den Ausbau der Windenergie, die ganze Landstriche verschandelt, Rodungen und schwere Bodenverletzungen in unsren Wäldern verursacht, sowie den Naturschutz komplett missachtet. Nicht umsonst stellen die Funktionäre der Windkraftindustrie fest, dass sie ein Riesenproblem bei Ausbau der Windenergie haben, da Anwohner gegen die Projekte gerichtlich vorgehen. Auch Genehmigungsverfahren ziehen sich, denn es gibt völlig zurecht große natur- und artenschutzrechtliche Bedenken gegen die Errichtung der umweltschädlichen Windmühlen."


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