Wirtschaftsstandort in Gefahr: Viele Studienabbrecher in den MINT-Fächern

Pressemitteilung - Stuttgart, den 30.10.2017

Im Wissenschaftsausschuss wurde in der vergangenen Woche über die Situation von Studienabbrechern diskutiert. „Der Anteil von Studienabbrechern von durchschnittlich einem Drittel aller Studenten, in einigen Fächern jedoch bis zu 51 Prozent (Mathematik) ist deutlich zu hoch und weist auf eine ungenügende Schulbildung hin“, kritisiert Dr. Rainer Balzer, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion.

Gründe für den Studienabbruch sollten erfasst werden

Bislang gibt es keine Erfassung der Gründe für einen Studienabbruch. „Es ist jedoch entscheidend, ob der Student das Studium abbricht, weil er mit den Anforderungen überfordert ist, oder weil er meint, in einem anderen Beruf leichter sein Geld verdienen zu können. Ein Studienabbruch ist meist mit einer persönlichen Krise verbunden. Diese wollen wir unseren Studenten ersparen“, so Balzer.

Oft fehlt schon das Grundlagenwissen der Mittelstufe

Insbesondere die Fächer, die für den Wohlstand unsres Landes wichtig sind, Informatik, Mathematik, Ingenieurswissenschaften, bereiten den Schülern offensichtlich Schwierigkeiten. „Eine Lösung ist die bessere Vorbereitung auf das Studium in den Schulen sowie Vorbereitungskurse über die Sommerferien. Doch diese stoßen bald an Grenzen. Es ist nicht möglich, in zwei Monaten aufzuholen, was an Grundlagenwissen oft schon seit der Mittelstufe versäumt wurde.“, darauf weist Balzer hin.

Balzer fordert: Gezieltes Augenmerk auf MINT-Fächern und Leistungsorientierung in der Schule

„Den MINT-Fächern sollte unsere besondere Aufmerksamkeit gelten“, fordert Balzer. In diesen Fächern werde die Innovation vorangetrieben. „Die Absolventen werden von der Wirtschaft gesucht und nur dort, wo es erfolgreiche Studenten dieser Fächer gibt, können Universitäten und Firmen gedeihen, dort können Wissenschaft und Innovation Hand in Hand die Entwicklung vorantreiben“, so Balzers Fazit. „Ein Brandbrief der Mathematikprofessoren vom März dieses Jahres weist auf eklatante Defizite der Abiturienten im Fach Mathematik hin. Genau hier ist anzusetzen“, fordert der AfD-Abgeordnete. „Wir fordern deshalb eine klare Leistungsorientierung, schon in der Schule.“


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