Wolf in Widdern weckt Politik auf

Pressemitteilung - Stuttgart, den 26.10.2017

Bezüglich der am 25. Oktober 2017 stattgefundenen öffentlichen „Wolfs-Debatte“ im Landtag von Baden-Württemberg fordert der Vorsitzende des Arbeitskreises Ländlicher Raum der AfD-Fraktion im Stuttgarter Landtag, Udo Stein MdL, eine strikte Begrenzung der Wolfspopulation in Baden-Württemberg und keine Ansiedlung von Wolfsrudeln. „Klar ist, wo der Wolf wieder auftaucht ist das Ökosystem intakt“, erläutert der AfD-Landtagsabgeordnete. Jedoch sei die vermehrte Rückkehr des Wolfes auch mit etlichen Gefahren verbunden: „Wir leben in einer der am dichtesten besiedelten Kulturlandschaften Europas. Diese Kulturlandschaft wurde über Jahrhunderte von Generationen von Bauern geschaffen. Der Wolf als Großraubtier hat Platz in großen Naturräumen in Skandinavien, Osteuropa, den Alpen oder anderen Gebirgsregionen – nicht jedoch in einer Kulturlandschaft, die viel Pflege und auch heute noch sehr viel Arbeit von Bauern und Schäfern erfordert. Ich fordere daher auch beim Thema Wolf klare Regulierungen und eine ideologiefreie Herangehensweise“, so MdL Stein.

Grüne Schreibtisch-Träume

Rund 500 Wölfe streifen aktuell durch Deutschland. Am 7. Oktober hatte ein Wolf in Unterkessach bei Widdern drei Schafe gerissen. Das wurde erst zwei Wochen später bekannt, als die genetische Untersuchung der Schafskadaver erfolgt war. Der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller hat derweil den guten Rat, „nicht in Panik zu verfallen“. Weitere Vorschläge der Politik sind Elektrozäune, Herdenschutzhunde oder ein „Herdenschutzprogramm der Europäischen Union“. Dazu meint Stein: „Es wird kein Politiker aus Brüssel kommen, um Schafe zu schützen. Es wird kein Politiker die Haftung übernehmen, wenn Schafe oder Rinder in Panik ausbrechen und auf Straßen den Verkehr gefährden.“ Über den Vorschlag mit den Elektrozäunen kann Udo Stein nur den Kopf schütteln: „Die Tiere geraten in Panik, wenn der Wolf außerhalb des Zaunes um die Herde streicht, sofern er sich überhaupt durch den Zaun abhalten lässt. Und die zusätzliche Arbeit soll an den Bauern hängen bleiben, die weit außerhalb der Arbeitszeiten von Arbeitnehmern und Arbeitszeitgesetz ihr Brot verdienen müssen?“

Udo Stein: „Wolf muss bejagt werden!“

Für Stein steht deshalb außer Frage, dass der Wolf bejagt werden muss. Er fordert daher eine Aufnahme des Wolfes in die Liste der jagdbaren Tiere. Auch bezüglich der Kosten macht sich der jagdpolitische Sprecher der AfD-Fraktion Gedanken. „Kommt es vermehrt zu Schäden durch den Wolf, wie jüngst in der Gemeinde Widdern durch Schafrisse, trete ich für eine schnelle und unbürokratische Hilfe ein. Die Geschädigten dürfen nicht auf den Kosten sitzen bleiben oder allzu lange auf finanzielle Hilfen warten müssen“, positioniert sich Stein klar.

Ersatzreligion Naturschutz

Dass Grüne und Umweltverbände sich von derlei praktischen Überlegungen in ihren Naturschutz-Vorstellungen nicht stören lassen – nicht einmal durch ein Großraubtier, das der Wolf nun einmal ist – zeige, dass Naturschutz hier zur Ersatzreligion wird. Dieselben Personen und Gruppen, die für Windenergie im windärmsten Bundesland Waldgebiete opfern, das Landschaftsbild zerstören und Anwohner in ihrer Gesundheit gefährden, geraten in Verzückung, wenn ein Großraubtier die Gegend unsicher macht. Der Wolf ist weltweit verbreitet und in keinster Weise gefährdet.

AfD unterstützt den Landwirtschaftsminister

„Die Welt ist leider komplexer, als sich das so manche Grüne vorstellen“, erläutert der AfD-Landtagsabgeordnete. „Wir können Landwirtschaftsminister Peter Hauk, der eine Regulierung des Wolfs unter dem Jagdrecht fordert, unsere Unterstützung gegen seinen grünen Koalitionspartner zusagen.“ Zusammen mit der FDP gibt es im Stuttgarter Landtag eine bürgerliche Mehrheit der Vernunft, die sich in dieser Frage durchsetzen sollte, so die AfD. „Wir fordern Minister Hauk auf, sich hier im Interesse von Bauern, Schäfern und allen, die sich in der Natur aufhalten, mit seinen Vorschlägen durchzusetzen und so der Verantwortung als Minister in seinem Bereich gerecht zu werden. Das Beispiel der englischen Professorin, die in Griechenland von einem Wolf getötet wurde, sollte als Warnung genug sein!“

Anhörung zum Thema Wolf heute im Landtag

Zu der Anhörung heute im Landtag wurden von der AfD Schäfer, Landwirte und eine Vertreterin der Waldkindergärten eingeladen.


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