Emil Sänze: Politikversagen der Bundesregierung trägt massive Mitschuld an Bluttat von Münster

Pressemitteilung - Stuttgart, den 08.04.2018

Harsche Kritik an der verheerenden Informationspolitik von Polizei und Politik übt Emil Sänze, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und pressepolitischer Sprecher der AfD im Landtag von Baden-Württemberg, nach dem Attentat in Münster am Samstagnachmittag. „Es ist komplett unverantwortlich, die Menschen in Zeiten einer instabilen inneren Sicherheit in Deutschland und den europäischen Nachbarstaaten über Stunden hinweg im Ungewissen zu lassen und sie mit einer Nachrichtensperre zu verunsichern, die sämtliche Spekulationen ins Kraut schießen lässt.“ Bis in die späten Abendstunden hatte es weder von den Sicherheitskräften noch aus der Politik verlässliche Angaben gegeben, selbst die Medien waren auf Mutmaßungen angewiesen. „Mal ist die Rede von einem 49-jährigen Paßdeutschen aus Münster, dann von einem 27-Jährigen aus dem Sauerland, mal von Bomben, Sprengstoff und möglichen Mittätern und später plötzlich von einem psychisch verwirrten Einzeltäter, der seinen erweiterten Suizid schon vor Wochen angekündigt haben soll. Damit lässt man die Bürger im Regen stehen und provoziert regelrecht, dass auch Vermutungen in die falsche Richtung laut werden!“

Psychologische Betreuung nur noch für traumatisierte „Kriegsflüchtlinge“?

Offene Fragen bleiben beim stellvertretenden AfD-Fraktionsvorsitzenden auch beim Eingeständnis der Einsatzkräfte zurück, dass der schon seit Jahren psychisch auffällige Täter seine Amokfahrt bereits Ende März explizit angekündigt hatte, diese Drohung aber von keiner Seite ernst genommen wurde. „Mussten friedliche Bürger, die nur ihren Kaffee in der lauen Frühlingssonne genießen wollten, sterben, weil vorrangig psychisch Kranke aus aller Herren Ländern und ‚traumatisierte Kriegsflüchtlinge’, die tapfer Frauen und Kinder im Krisengebiet zurückgelassen haben, um hier in Deutschland die Hand aufzuhalten und mit Drogen zu dealen, therapiert werden und die notwendigen Kapazitäten für die Kranken der eigenen Bevölkerung fehlen?“ Wenn auch indirekt, würde dies bedeuten, dass das komplette Politikversagen der Bundesregierung in den letzten Jahren eine maßgebliche Mitschuld an dem Anschlag von Münster trägt und deshalb nicht minder in der Aufarbeitung der Bluttat einbezogen werden müsste.

Polemische Häme und freudige Erleichterung bei einem Großteil der Medien

„Besonders widert mich und viele andere AfD-Mitglieder und -Anhänger die unerträgliche Häme der Medien an, die voller Freude darüber berichteten, dass es sich beim Täter um einen verwirrten kranken Paßdeutschen handelte, dem in vorauseilendem Gehorsam erst einmal ‚Kontakte in die rechte Szene’ angedichtet wurden, und ‚glücklicherweise’ nicht um einen der hochgeschätzten Gäste Angela Merkels – als ob das für die Verletzten und Hinterbliebenen einen Unterschied machen und den Anschlag damit quasi relativieren würde“, so Sänze. „Völlig unnötigerweise werden die Opfer von Münster damit von den Medien – allen voran dem WDR – politisiert und instrumentalisiert. Ein Großteil der deutschen Medien beweist einmal mehr, wes Geistes Kind sie sind und wie sie ihre ‚überparteiliche’ Berichterstattung für billige Propaganda missbrauchen!“


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